Rivermate Logo
Flag of Slowakei

Vorteile in Slowakei

Übersicht über Leistungen und Ansprüche

Entdecken Sie gesetzlich vorgeschriebene und optionale Leistungen für Mitarbeitende in Slowakei.

Slowakei benefits overview

Den Umgang mit dem Landschaft der employee benefits und Ansprüche in der Slowakei erfordert ein klares Verständnis sowohl der gesetzlichen Anforderungen als auch der Markterwartungen. Arbeitgeber, die in der Slowakei tätig sind, sei es durch eine lokale Gesellschaft oder via ein Employer of Record, müssen eine volle Einhaltung der nationalen Arbeitsgesetze hinsichtlich obligatorischer Leistungen sicherstellen, während sie gleichzeitig wettbewerbsfähige Angebote berücksichtigen, um Talente anzuziehen und zu halten. Der slowakische Arbeitskodex beschreibt grundlegende Rechte und Ansprüche für Mitarbeitende, die Bereiche wie Arbeitszeiten, Urlaub und Sozialversicherungsbeiträge abdecken.

Neben den gesetzlichen Mindestleistungen beeinflusst das von einem Arbeitgeber angebotene Benefits-Paket maßgeblich dessen Attraktivität für potenzielle und aktuelle Mitarbeitende. Während obligatorische Leistungen eine Sicherheitsgrundlage bieten, sind optionale Benefits oft entscheidende Differenzierungsmerkmale auf dem wettbewerbsintensiven slowakischen Arbeitsmarkt. Das Verständnis des Zusammenspiels zwischen diesen obligatorischen und freiwilligen Komponenten ist entscheidend für effektives Workforce Management und Compliance im Jahr 2025.

Obligatorische Leistungen

Das slowakische Recht schreibt mehrere zentrale Leistungen und Beiträge vor, die Arbeitgeber ihren Mitarbeitenden bereitstellen müssen. Diese beziehen sich hauptsächlich auf Sozialversicherung, Krankenversicherung, Urlaubsansprüche und Arbeitsbedingungen. Die Einhaltung dieser Anforderungen ist unverhandelbar und wird von den zuständigen Behörden geprüft.

Wichtige obligatorische Leistungen umfassen:

  • Sozialversicherungsbeiträge: Arbeitgeber sind verpflichtet, einen Prozentsatz des Bruttogehalts des Mitarbeiters an verschiedene Sozialversicherungsfonds abzuführen, die Krankheit, Altersrente, Invaliditätsrente, Arbeitslosigkeit, Garantie- und Reserv Fonds abdecken. Mitarbeitende leisten ebenfalls einen Anteil.
  • Krankenversicherungsbeiträge: Sowohl Arbeitgeber als auch Mitarbeitende müssen Beiträge zum verpflichtenden öffentlichen Gesundheitssystem leisten.
  • Bezahlter Jahresurlaub: Mitarbeitende haben Anspruch auf eine Mindestanzahl an bezahltem Jahresurlaub, typischerweise 20 Tage pro Jahr, erhöht auf 25 Tage für Mitarbeitende über 33 Jahre.
  • Feiertage: Mitarbeitende haben Anspruch auf bezahlten Urlaub an offiziellen Feiertagen.
  • Krankheitsurlaub: Mitarbeitende haben Anspruch auf bezahlten Krankheitsurlaub, wobei der Arbeitgeber einen Anteil für die ersten Tage zahlt und das Sozialversicherungssystem die Folgezeiten abdeckt, bis zu einer maximalen Dauer.
  • Mutterschafts- und Elternzeit: Es bestehen umfassende Regelungen für Mutterschaftszeiten vor und nach der Geburt, gefolgt von Elternzeit, die von beiden Elternteilen genommen werden kann. Die Leistungen während dieser Perioden werden hauptsächlich durch das Sozialsystem abgedeckt.
  • Mindestlohn: Arbeitgeber müssen die gesetzliche Mindestlohngrenze einhalten.
  • Überstundenvergütung: Für Arbeit, die außerhalb der regulären Arbeitszeit geleistet wird, gelten spezielle Regeln und erhöhte Vergütungssätze.
  • Schicht- und Wochenendzulagen: Für Arbeit während Nachtschichten oder am Wochenende sind zusätzliche Zahlungen vorgeschrieben.

Die Einhaltung umfasst die korrekte Berechnung und rechtzeitige Zahlung der Beiträge an die Sociálna poisťovňa (Sozialversicherungsanstalt) und die jeweilige Krankenversicherung. Kosten für den Arbeitgeber beinhalten den Anteil an Sozialversicherungs- und Krankenversicherungsbeiträgen sowie die Kosten für bezahlten Urlaub und verschiedene Zulagen.

Übliche optionale Benefits

Obwohl nicht gesetzlich vorgeschrieben, bieten viele Arbeitgeber in der Slowakei zusätzliche Benefits an, um ihre Vergütungspakete attraktiver zu gestalten und die Mitarbeitendenzufriedenheit sowie -bindung zu verbessern. Diese Benefits werden von Mitarbeitenden oftmals hoch geschätzt und können die Wettbewerbsfähigkeit eines Arbeitgebers erheblich beeinflussen.

Beliebte optionale Benefits umfassen:

  • Essensgutscheine/finanzielle Unterstützung für Mahlzeiten: Während es einen obligatorischen Arbeitgeberanteil für Mitarbeitenden-Mahlzeiten gibt, gewähren viele Arbeitgeber Essensgutscheine oder eine direkte finanzielle Unterstützung, die das gesetzliche Minimum übersteigen.
  • Zusätzliche Pensionssparbeiträge (III. Säule): Arbeitgeber können freiwillige Zusatzpensionspläne für ihre Mitarbeitenden beitragen, was eine steuerlich effiziente Möglichkeit zum Sparen für den Ruhestand darstellt.
  • Private Krankenversicherung: Während die öffentliche Krankenversicherung verpflichtend ist, bieten einige Arbeitgeber eine ergänzende private Krankenversicherung an, um den Zugang zu einem breiteren Spektrum an Leistungen oder schnellere Termine zu ermöglichen.
  • Transportzuschuss: Unterstützung bei den Pendelkosten.
  • Schulungen und Weiterbildungen: Finanzierung für berufliche Weiterbildungsmaßnahmen, Sprachkurse oder höhere Ausbildungen.
  • Fitness- / Wellness-Beiträge: Subventionen für Fitnessstudio-Mitgliedschaften, Sportaktivitäten oder Wellnessprogramme.
  • Firmenwagen: Für Geschäftszwecke gestellt, oft mit persönlichen Nutzungsrechten.
  • Mobiltelefon und Laptop: Für Arbeitszwecke bereitgestellt, häufig mit privater Nutzung erlaubt.
  • Flexible Arbeitszeiten: Angebote wie Home-Office, Hybrid-Modelle oder flexible Arbeitszeiten.
  • Zusätzlicher bezahlter Urlaub: Gewährung von mehr Urlaubstagen als der gesetzliche Mindestanspruch.

Die Erwartungen der Mitarbeitenden an optionale Benefits variieren nach Branche, Unternehmensgröße und hierarchischer Stellung. In wettbewerbsintensiven Branchen wie IT oder Finanzen werden meist umfassende Benefits inklusive Zusatzpension, private Krankenversicherung und erheblicher Flexibilität erwartet. Kleinere Unternehmen oder solche in weniger wettbewerbsintensiven Branchen bieten teilweise eine einfachere Palette an optionalen Benefits an, meist beginnend bei erweiterten Essenszuschüssen und ggf. Schulungsangeboten. Das Angebot eines wettbewerbsfähigen Pakets erfordert das Verständnis, was branchenspezifisch üblich ist und was potenzielle Mitarbeitende am meisten schätzen.

Krankenversicherung

Die Krankenversicherung in der Slowakei basiert auf einem verpflichtenden öffentlichen System. Jeder Einwohner, einschließlich der Mitarbeitenden, muss bei einer der öffentlichen Krankenkassen versichert sein.

Wichtige Aspekte:

  • Pflichtbeitrag: Sowohl Arbeitgeber als auch Mitarbeitende leisten einen Prozentsatz des Bruttogehalts an die gewählte Krankenkasse. Der Anteil des Arbeitgebers ist höher als der des Mitarbeitenden.
  • Zugang zu Gesundheitsversorgung: Die obligatorische Versicherung gewährt Zugang zu einer Vielzahl medizinischer Leistungen im öffentlichen Gesundheitswesen.
  • Wahl der Krankenkasse: Mitarbeitende können ihre Krankenkasse wählen, und die Beiträge werden entsprechend geleitet.
  • Verantwortung des Arbeitgebers: Arbeitgeber sind dafür verantwortlich, Mitarbeitende bei ihrer Krankenkasse anzumelden und die monatlichen Beiträge korrekt zu berechnen und zu bezahlen.

Während das öffentliche System eine grundlegende Versorgung bietet, bieten einige Arbeitgeber ergänzende private Krankenversicherungen als optionalen Benefit an. Diese können den Zugang zu privaten Kliniken, spezialisierten Behandlungen oder kürzeren Wartezeiten verbessern — was ein häufig geäußerter Wunsch der Mitarbeitenden nach besserem Healthcare-Zugang ist.

Renten- und Pensionspläne

Die Slowakei verfügt über ein Mehrsäulen-Pensionssystem.

  • Erste Säule: Das verpflichtende staatliche Sozialversicherungssystem (Sociálna poisťovňa) bietet eine Grundrente, basierend auf den im Laufe des Berufslebens entrichteten Beiträgen. Die Beiträge zur Sozialversicherungsbeiträgen decken diese Säule ab.
  • Zweite Säule: Dies ist eine verpflichtende kapitalgedeckte Säule für Personen, die nach einem bestimmten Datum in das System eingetreten sind oder sich entschieden haben. Ein Teil der Pflichtbeiträge wird auf individuelle Altersvorsorgekonten umgeleitet, die von privaten Pensionskassen verwaltet werden.
  • Dritte Säule (Zusatzpensionssparpläne): Diese ist eine freiwillige Säule, in die Einzelpersonen zusätzliche Beiträge in einen Zusatzpensionsfonds leisten können. Arbeitgeber können ebenfalls Beiträge zur dritten Säule leisten, was optional ist. Arbeitgeberbeiträge zur dritten Säule sind oft bis zu einem bestimmten Limit steuerlich absetzbar und stellen somit einen attraktiven Benefit dar.

Das Angebot von Beiträgen zur dritten Säule ist eine gängige Möglichkeit für Arbeitgeber, Mitarbeitende beim Sparen für den Ruhestand über das staatliche System hinaus zu unterstützen und wird häufig als wertvoller Bestandteil eines langfristigen Benefits-Pakets gesehen.

Benefits-Pakete nach Branche und Unternehmensgröße

Die Zusammensetzung und Großzügigkeit von employee benefit packages in der Slowakei variieren oft erheblich je nach Branche und Unternehmensgröße.

  • Branche:

    • IT und Technologie: Bieten meist sehr wettbewerbsfähige Pakete inklusive umfangreicher Home-Office-Optionen, großzügigem Weiterbildungsbudget, privater Krankenversicherung, Zusatzpensionsbeiträgen und verschiedenen Wellness-Leistungen.
    • Finanzwesen und Banking: Bieten häufig starke Zusatzpensionspläne, Leistungsboni, private Krankenversicherung und Weiterentwicklungsmöglichkeiten.
    • Produktion: Obligatorische Leistungen sind Standard, während optionale Benefits oft auf Essenszuschüsse, Transportzulagen und je nach Unternehmensgröße und Profitabilität auf Zusatzpensionen fokussieren.
    • Einzelhandel und Dienstleistungen: Benefits-Pakete sind meist eher grundlegend, mit Fokus auf gesetzliche Anforderungen und ggf. verbesserten Essenszuschüssen oder Mitarbeiterrabatten.
  • Unternehmensgröße:

    • Große Unternehmen: Bieten in der Regel umfassendere Benefit-Pakete an, inklusive breiterer Palette an optionalen Benefits wie Zusatzpension, private Krankenversicherung, umfangreiche Weiterbildungsprogramme und klar definierte Policies für flexible Arbeitsmodelle. Oft verfügen sie über eigene HR-Abteilungen für Benefits-Management.
    • Klein- und Mittelunternehmen (KMU): Bieten eventuell weniger optionale Benefits an, was oftmals durch Kostenbegrenzungen bedingt ist, jedoch durch eine persönlichere Betreuung ausgeglichen wird. Gängige optionale Benefits sind verbesserte Essenszuschüsse, Basisweiterbildungen und ggf. flexible Arbeitszeiten. Die Einhaltung der obligatorischen Leistungen ist in jedem Fall erforderlich, unabhängig von der Unternehmensgröße.

Attraktive Benefits sind solche, die Branchen- und Rollen- sowie Hierarchielevel-gerecht sind und die Erwartungen der Mitarbeitenden erfüllen oder übertreffen. Für Arbeitgeber ist es entscheidend, diese Benchmarks zu kennen, um Talente anziehen und binden zu können. Das Management dieser vielfältigen Anforderungen und Angebote, insbesondere für ausländische Unternehmen, die den slowakischen Markt betreten, unterstreicht die Bedeutung einer Zusammenarbeit mit einem Employer of Record, der die volle Einhaltung der obligatorischen Ansprüche sicherstellen kann und beim Aufbau wettbewerbsfähiger optionaler Benefits hilft.

Gewinnen Sie Top-Talente in Slowakei durch unsere Employer of Record-Dienstleistung.

Vereinbaren Sie einen Termin mit unseren EOR-Experten, um mehr darüber zu erfahren, wie wir Ihnen in Slowakei helfen können.

martijn
terry
lucas
sonia
james
harvey
daan

Vereinbaren Sie einen Termin mit unseren EOR-Experten, um mehr darüber zu erfahren, wie wir Ihnen in Slowakei helfen können.

Von mehr als 1.000 Unternehmen weltweit geschätzt

G24.9/5 on G2
Trustpilot4.8/5 on Trustpilot
Capterra4.8/5 on Capterra
Google4.6/5 on Google
Martijn
Daan
Harvey

Bereit, Ihr globales Team zu erweitern?

Demo buchen